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Apr 26

Hamburg Marathon 2009

‚Das ist kein guter Tag für einen Marathon‘ war diesmal nicht mein Gedanke am Morgen, aber ein gutes Zeichen war es auch nicht. Also der Lauf war die Hölle, ich hatte gepokert… Es schien schon lange vor dem Start kräftig die Sonne, aber ich ging trotzdem auf meine geplante Geschwindigkeit für 3:45:00 und wartete auf die versprochene Bewölkung, die es eigentlich vormittags geben sollte. Schon nach 1400 m lief der erste Schweisstropfen die Stirn runter, die Sonne brannte. Egal, ich lief mein Tempo und wartete auf ein Wunder, welches aber nicht kam. Bei 30 km lag ich noch gut in der Zeit, steckte das Ziel aber schon tiefer auf 3:48:00 und wartete weiter. Das Wunder kam nicht, bereits nach 32 km dachte ich ans Aufgeben, mein Puls war so unendlich hoch, dass ich fast gehen musste. Ich brauche die Sonne nur sehen und es werden bei mir ca. 15 Herzschläge mehr die Minute, deswegen die Hölle für mich. Es waren 25°C aber mindestens gefühlte 35°C. Also ab hier jede Getränkestelle ausgenutzt, um ein paar Schritte zu gehen. Dann mit einem gemütlichen Tempo die letzten 7 km ins Ziel gequält, die Stimmung der Zuschauer war wie immer super, das half wieder etwas weiter. An dieser Stelle auch ein Lob an meine Laufgruppe, welche zum grössten Teil als Fangruppe unterwegs war und kräftig angefeuert hat. Das Ziel war endlich in Sicht, die letzten 500 m wurde man von den Zuschauern förmlich ins Ziel getragen, einfach super. Mit einer Zeit von 4:02:07 überquerte ich die Ziellinie. Alles in Allem hat es trotzdem wieder Spass gemacht und ich denke an das Sprichwort, ‚Die Qualen vergisst man, der Stolz bleibt‘